Impfungen / Impfaktionen

Influenza/Grippe

Die Influenza-Impfung ist für alle ab dem Alter von 6 Monaten empfohlen, insbesondere für Personen mit gesundheitlichen Risiken für einen schweren Krankheitsverlauf und deren soziales Umfeld, sowie Personen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko aufgrund von Lebensumständen oder Beruf.

Die Influenza-Impfung ist im Rahmen des öffentlichen Impfprogramms von Bund, Ländern und Sozialversicherung für alle gratis.

Die Influenza-Impfung aus dem öffentlichen Impfprogramm erhält man:

  • In teilnehmenden niedergelassenen Einrichtungen, wie z. B. bei Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern sowie Kinderärztinnen und Kinderärzten
  • Bei Impfaktionen in vielen Betrieben sowie in Alten- und Pflegeheimen, Kranken-, Kur- und Rehaanstalten, und weiteren Betreuungseinrichtungen
  • Je nach Bundesland teilweise auch in Einrichtungen der Sozialversicherung, Bezirksverwaltungsbehörden und Magistrate (z. B. Gesundheitsämter)

Der Impfstoff ist bereits vor Ort an der impfenden Einrichtung verfügbar.

Nähere Information unter https://impfen.gv.at/impfungen/influenza


FSME

FSME ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit, die das zentrale Nervensystem angreifen kann. Übertragen wird sie vor allem durch Zeckenstiche in Risikogebieten, vor allem in Österreichs Wald- und Wiesenregionen.

Symptome können grippeähnlich beginnen, in schweren Fällen kommt es zu Hirn- oder Gehirnhautentzündung, die bleibende Schäden verursachen kann.

Die Impfung ist der wirksamste Schutz gegen FSME. Sie wird in mehreren Dosen verabreicht und ist besonders für Menschen empfohlen, die sich in Risikogebieten aufhalten.

Nähere Information unter https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Fr%c3%bchsommer-Meningoenzephalitis-(FSME).html


PNEUMOKOKKEN

Pneumokokken sind Bakterien, die schwere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Blutvergiftung, Hirnhautentzündung und – besonders bei Kindern – Mittelohrentzündung verursachen können.

Pneumokokken werden von Mensch zu Mensch übertragen, in erster Linie durch Tröpfchen in der Atemluft (Niesen, Husten, Sprechen).

Besonders gefährdet für Pneumokokkenerkrankungen sind Säuglinge, Kleinkinder, aber auch Personen über 60 Jahre und Personen mit bestimmten gesundheitlichen Risiken.

Die Pneumokokken-Impfung wird allen Kindern bis zum Alter von 5 Jahren empfohlen. Für Kinder mit gesundheitlichen Risiken ist die Impfung ganz besonders wichtig, dies betrifft unter anderem Kinder mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten, Kinder mit bestimmten chronischen Krankheiten oder Kinder mit fehlender Milz oder Beeinträchtigung der Milz-Funktion.

Die Impfung wird auch für alle Erwachsenen ab dem 60. Geburtstag empfohlen, da das Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen ab diesem Alter ansteigt. Außerdem ist die Impfung für Personen aller Altersgruppen mit bestimmten gesundheitlichen Risiken dringend empfohlen.

Die Pneumokokken-Impfung steht im kostenfreien Kinderimpfprogramm von Bund, Ländern und Sozialversicherung seit vielen Jahren gratis zur Verfügung und ist nun auch für Erwachsenen ab dem Alter von 60 Jahren und für bestimmte Risikopersonen ab 18 Jahren gratis.

Nähere Informationen unter https://impfen.gv.at/impfungen/pneumokokken


MENINGOKOKKEN

Meningokokken kommen weltweit vor, wobei die Verteilung der verschiedenen Serotypen global sehr unterschiedlich ist. Bedeutung für das Auftreten von Epidemien haben vor allem die Serogruppen A, B, C, W135, Y. Meningokokken der Gruppe B kommen in Österreich am häufigsten vor, auch die Gruppe C und Y spielen in Europa eine Rolle.

Zur Vorbeugung von Meningokokken-Erkrankungen stehen verschiedene, gut verträgliche Impfstoffe zur Verfügung, die entweder nur vor dem Serotyp B, dem Serotyp C oder kombiniert vor den Serotypen A, C, W135 und Y schützen.

 Nähere Informationen unter https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Meningokokken.html 


Diphtherie

Diphtherie ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Corynebacterium diphtheriae verursacht wird. Sie betrifft meist die oberen Atemwege und kann zu Halsschmerzen, Fieber und einer typischen grau-weißen Belagbildung im Rachen führen. In schweren Fällen können Herz, Nerven und andere Organe geschädigt werden.

Die Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und kann unbehandelt lebensbedrohlich sein.

Schutz bietet die Impfung, die in Österreich im Rahmen des Impfplans empfohlen wird. Sie ist meist Teil der Kombinationsimpfung (z. B. mit Tetanus und Keuchhusten) und erfordert regelmäßige Auffrischungen im Erwachsenenalter.

Nähere Informationen unter https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Diphtherie.html


Wundstarrkrampf (Tetanus)

Wundstarrkrampf, auch Tetanus genannt, ist eine schwere bakterielle Infektionskrankheit, verursacht durch Clostridium tetani. Die Bakterien kommen weltweit im Erdreich, Staub und in Tierexkrementen vor und können über offene Wunden in den Körper gelangen.

Typische Symptome sind schmerzhafte Muskelkrämpfe, beginnend oft im Kieferbereich („Kiefersperre“), sowie Nackensteifigkeit und generalisierte Muskelverkrampfungen. Unbehandelt kann Tetanus lebensbedrohlich sein.

Die Impfung bietet einen zuverlässigen Schutz und ist Teil der empfohlenen Standardimpfungen in Österreich. Eine Auffrischung wird im Erwachsenenalter regelmäßig empfohlen.

 Nähere Informationen unter https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Tetanus-(Wundstarrkrampf).html


Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Kinderlähmung, auch Poliomyelitis genannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch das Poliovirus verursacht wird. Die Übertragung erfolgt meist über Schmierinfektion (verunreinigte Hände, Wasser oder Lebensmittel).

In vielen Fällen verläuft die Infektion mild oder ohne Symptome. In seltenen Fällen kann das Virus jedoch das Nervensystem angreifen und zu bleibenden Lähmungen, vor allem der Beine, führen. Schwere Verläufe können auch die Atemmuskulatur betreffen.

Die Impfung bietet wirksamen Schutz und ist Teil des österreichischen Impfplans. Sie erfolgt meist als Kombinationsimpfung im Kindesalter mit späteren Auffrischungen.

Nähere Informationen unter https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Impfen/Poliomyelitis,-Eradikation-und-Durchimpfungsraten.html


Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten ist eine hochansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, die wochenlang andauern kann und sich typischerweise durch starke Hustenanfälle äußert. Es können Personen aller Altersgruppen erkranken. Für Säuglinge ist das Risiko eines schweren, potentiell tödlichen Verlaufs besonders hoch.

Aus diesem Grund gibt es für Schwangere eine allgemeine Impfempfehlung zwischen der 27. und 36. SSW.

Die Keuchhusten-Impfung ist allgemein empfohlen. Sie steht für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr im kostenfreien Impfprogramm zur Verfügung.

 Nähere Informationen unter https://impfen.gv.at/impfungen/pertussis


HPV (Humane Papillomviren) Impfung

HPV (Humane Papillomaviren) können Krebsvorstufen und Krebs verursachen. Ansteckungen mit HPV erfolgen vor allem beim Geschlechtsverkehr. Viele Menschen stecken sich im Laufe des Lebens mindestens einmal mit HPV an, unabhängig vom Geschlecht.

Die HPV-Impfung schützt in hohem Maße: Sie kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen um bis zu 90 Prozent vermindern. Auch das Risiko für andere HPV-bedingte Krebserkrankungen wird durch die HPV-Impfung deutlich gesenkt.

Diese ist im Kostenlosen Impfprogram für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene enthalten.

 Nähere Information unter https://impfen.gv.at/impfungen/hpv


Gürtelrose (Herpes Zoster) Impfung

Gürtelrose, auch Herpes Zoster genannt, ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Dieses Virus bleibt nach Feuchtblattern (Varizellen, Windpocken) lebenslang im Körper und kann mit fortschreitendem Alter oder bei Immunschwäche reaktiviert werden. Bei Gürtelrose kommt es typischerweise im Versorgungsbereich einzelner Nerven zu brennenden, stechenden Schmerzen und streifenförmiger Bläschenbildung (daher der Name „Gürtelrose“).

Diese ist im Kostenlosen Impfprogram ab 60 Jahren enthalten.

 Nähere Information unter https://impfen.gv.at/impfungen/guertelrose


RSV (Respiratorischer Synzytial-Virus) -Impfung

Eine durch RSV ausgelöste Erkrankung kann höchst unterschiedlich verlaufen. Insbesondere bei Säuglingen (Babys), Kleinkindern und Personen höheren Alters kann die Erkrankung mit Komplikationen bis hin zum tödlichen Ausgang einhergehen. Für Säuglinge, Schwangere (bis 8 Wochen vor dem Geburtstermin) und Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr wird daher eine Immunisierung bzw. Impfung gegen RSV allgemein empfohlen.

Nähere Information unter https://impfen.gv.at/impfungen/rsv

Die bereitgestellten Informationen über Impfstoffe dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzen keine persönliche medizinische Beratung. Vor einer Impfung sollte stets eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden.
Obwohl die Inhalte sorgfältig recherchiert wurden, können wir keine Garantie für Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität oder wissenschaftliche Genauigkeit übernehmen. Medizinische Erkenntnisse ändern sich, und individuelle Risiken können variieren.